Europameisterschaft 2026
Die Sandskulpturen werden eingesammelt, bitte haben Sie etwas Geduld.
Welche Skulptur beeindruckt dich am meisten? Ist es die technische Ausführung, die Geschichte, die Komposition oder gerade der erste Eindruck, der dir im Gedächtnis bleibt? Gib bis einschließlich 16. September deine Stimme für den Publikumspreis der Sandskulpturen-EM 2026 ab. Abstimmen kannst du über diese spezielle Abstimmungsseite
Die fünf Wettbewerbsskulpturen sind Teil der Ausstellung „Das Römische Reich“ bei Zandsculpturen Garderen. Du kannst dir die Kunstwerke also während deines Ausstellungsbesuchs weiterhin aus nächster Nähe ansehen. Komm vorbei, entdecke die Details und entscheide selbst, welcher Künstler deiner Meinung nach den Publikumspreis verdient.
Trotz des bekannten Sprichworts „Alle Wege führen nach Rom“ trifft eigentlich eher das Gegenteil zu. Als das große Römische Reich unter seinem eigenen Gewicht und internen Konflikten zusammenbrach, hinterließ es ein beeindruckendes Erbe an Technik und Baukunst. Die alten Straßen, die die Römer anlegten, wurden zu den Lebensadern des modernen Europas.
Merkur, Sohn des Jupiter, Gottes des Krieges, und der Maia, Göttin der Fruchtbarkeit, des Frühlings und des Monats Mai, ist der Bote der Götter: lebhaft wie ein Funke, schnell wie ein Gedanke und leicht wie ein geflüstertes Geheimnis. Mit seinen geflügelten Sandalen und dem Caduceus des Boten reist er zwischen den Welten. Er bringt Witz, Eleganz und einen Hauch von Schalk mit sich. Der bekannteste Mythos erzählt, dass Merkur kurz nach seiner Geburt seine Wiege verließ, Apollos Herde stahl und seine Spuren verwischte, indem er die Tiere rückwärts laufen ließ. Diese Geschichte zeigt ihn bereits als schlau, einfallsreich und frech und erklärt, warum Jupiter ihn schließlich zum Boten der Götter machte.
Mit dem Aufstieg des Römischen Reiches, in dem die Geschichte der Gladiatoren für die Ewigkeit in Stein gemeißelt wurde, begann zugleich der Weg in den Niedergang. Was einst als unerschütterliche Verwaltungsmacht des Reiches erschien, bekam Risse und es entstanden Lücken im System, bis schließlich nur noch eine Ruine übrig blieb.
Eine zeitgenössische Figur mit einem römischen Helm schöpft Wasser aus einem Aquädukt, inspiriert vom Aquädukt von Segovia. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart erinnert die Skulptur an ein Erbe, das durch die Zeit hindurch weiterfließt. Die klaren, volumetrischen Formen verbinden die klassische Essenz mit einer zeitgenössischen Vision.
In „Automaton“ nimmt das Römische Reich die Gestalt einer unermüdlichen Maschine an, die Menschen in Legionäre verwandelt. Die Größe des Reiches beruht nicht nur auf Disziplin und Organisation, sondern auch auf der Unterwerfung des Einzelnen unter die Interessen des Staates. „Du wirst assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos.“ Ein fiktiver Ausspruch aus der Zukunft, der jedoch den Nachhall eines uralten Machtmechanismus in sich trägt. Diese Skulptur erinnert daran, dass hinter jedem großen Reich eine effiziente Maschine steckt und unzählige Individuen, die Teil davon werden, ob sie sich nun selbst dafür entscheiden oder nicht.
Eine Woche lang arbeiteten fünf Spitzenkünstler aus den Niederlanden, Polen, Frankreich, Spanien und Irland an beeindruckenden Sandskulpturen zum Thema „Das Römische Reich“. Jeder Künstler erhielt einen 30 Tonnen schweren Sandblock und arbeitete ausschließlich mit Sand und Wasser. Innerhalb von sechs Arbeitstagen entstanden fünf einzigartige Kunstwerke, von denen jedes seine eigene Geschichte, seinen eigenen Stil und seine eigene Interpretation des Römischen Reiches aufweist.